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unser neuer Begleiter heißt "Krusty"
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...und so erreichen wir wieder Narbonne, von wo wir 2 Wochen zuvor gestartet waren. 2 Tage goennen wir uns zum Entspannen und Organisieren. Die Zugstrecke zum naechsten Ziel wird besprochen, Sachen gewaschen und sich gestaerkt. Und dann ist's soweit, wir geben unseren Mietwagen wieder ab mit einem leicht unguten Gefuehl der Bahn wieder ausgeliefert zu sein. Eine lange Strecke liegt vor uns, von Narbonne geht es ueber Port Bou, Barcelona und Madrid nach Leon und schliesslich zu unserem Ziel Oviedo. Eine Menge Zeit fuer Katastrophen und Eklats. Bis Barcelona laeufts ertmal ganz gut. Fuer den Schnellzug nach Madrid gibt's eine Gepaeckkontrolle, wie auf dem Flughafen. Die Security macht stupide ihren Job und sackt Miss B's Taschenmesser ein. Da alles was wir haben quasi Handgepaeck ist, koennen wir das kleine Campingtaschenmesser natuerlich auch nirgendwo sonst verstauen und wie immer sind die Kontrolleure fuer jedes Argument unempfaenglich und dass man zum Camping ein Taschenmesser braucht, scheint voellig aussergewoehnlich. Im Schnellzug selber bleibt die Stimmung gedrueckt, alles ist voll mit Businesstypen und das Zugpersonal laeuft aller 10 Minuten durch die Gaenge und will einem irgendwas andrehen. Etwas genervt erreichen wir Madrid, wo man uns aus dem Bahnhof schmeisst, weil dieser Nachts geschlossen hat. Noch mehr genervt suchen wir eine Unterkunft fuer ein paar Stunden bis unser nachster Zug nach Leon startet. Miss B laesst ein Hotelzimmer beim Bahnhof springen, die einzige Moeglichkeit dir wir um 1 Uhr Nachts noch finden. Fertig und muede vom Tag fallen wir in unser Bett.Der Wecker klingelt. Es ist 5 Uhr morgens und wir muessen schon wieder los. Asturien wartet! Diesmal klappt alles mit den Zuegen. Ein kurzer Stop in Leon und wir erreichen Oviedo, wo wir unseren neuen Mietwagen in Empfang nehmen. Das kleine knallrote Vehikel bekommt noch auf der ersten Fahrt seinen Namen: Krusty, das Clownsauto. Ein echter Hingucker! Und Krusty bringt uns auch direkt zu unserem ersten Ziel, den Picos de Europa.
die Picos de Europa
Wir errichten unser Zelt in dem kleinen Oertchen Arenas de Cabrales, von wo aus wir unsere Touren starten. Die ersten Tage geniessen wir Sportklettertouren und organisieren den Kletterfuehrer fuer unser grosses Projekt, eine alpine Klettertour auf den Pico Uriellu, auch Naranjo de Bulnes genannt.Doch zum Glueck und leider entdecke ich noch, dass unser Seil mit 70 Metern leider zu kurz ist. Da die Abseilenstrecken teilweise zwischen 50 und 60 Meter lang sind, koennten wir zwar auf den Gipfel klettern, aber nicht mehr sicher hinuntergelangen. Fuer dieses Mal muss ich mein Traumprojekt leider abrechen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Ich komme wieder und dann bin ich besser ausgeruestet. Doch wir lassen die Koepfe nicht haengen und planen statt dessen eine anspruchsvolle 3 Tages Wandertour, bei der es auch am Pico Uriellu, dem groessten Monolithen vorbei geht. Am ersten Tag geht es jedoch ertmal durch die Caresschlucht entlang einer alten Wasserleitung nach Caines, vorbei an steilen Klippen, verrueckten Felsformationen, durch Tunnel und ueber Bruecken.
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Schwindelfreiheit ist Pflicht
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da kommt man sich klein vor
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die wahren Herrscher*innen der Caresschlucht
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Zeigt euch Picos!
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Füße hoch - Feierabend!
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Angekommen in Cains, richten wir uns auf der Zeltwiese ein. Ausser unmengen an Herbstzeitlosen ist nix los. Wir finden einen Platz zwischen den Bluemchen und bauen unser Zelt auf. Die leichteste Etappe liegt hinter uns, aber die naechste wird, mit ueber 2000 Hoehenmeter Anstieg, ein ganz schoener Brocken. Deswegen Essen, Waschen, Zaehne putzen und ab in den Schlafsack.
Der Morgen darauf begruesst uns mit herrlichem Wanderwetter und wir starten zeitig, immerhin haben wir einiges vor. Und kaum wirds steil sind wir auch allein unterwegs. Meter um Meter arbeiten wir uns nach oben und erreichen den Gipfel La Bermella 1886m. Ein straffer Weg bis dahin, der Pfad ist nicht immer leicht zu finden in dem sehr steilen Gelaende und die schottrigen Haenge erfordern ordentlich Trittsicherheit.
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mit dem ersten Morgenlicht, wandern wir los
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gut getarnt, wenn er nicht fliegt, der Felsläufer
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ein hartes Stück Arbeit, der Gipfel la Bermella
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Beim Abstieg vom Gipfel heisst es dann abermals Vorsicht walten lassen. Loses Geroell und steile Kletterstellen fordern hoechste Aufmerksamkeit. Bei einem Rutscher, haut sich Miss B leider noch den Fuss an einem Fels an und muss den restlichen Weg mit schmerzendem Zeh bestreiten. Endlich erreichen wir einfacheres Gelaende und setzen unseren Weg durch die "Garganta de Hoyo Grande", die Schlucht des Grossen Lochs, fort. Umgeben von riesigen Felstuermen geht es jetzt etwas entspannter voran und wir geniessen die Szenerie, die mystische Stimmung und die Menschenleere. Aber der letzte steilere Anstieg folgt noch, also nochmal Gedanken zusammen nehmen und rauf gehts zum hoechsten Punkt des Tages, dem Sattel Horcada de Cain o Arenizas Bajas mit 2350m.
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besar mi culo
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| Große-Loch-Schlucht |
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almost like on the Moon
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Von
da an naehern wir uns stetig absteigend unserem Tagesziel, dem Rifugio
Uriellu. Auch dieser Abstieg fordert nochmal unsere volle Konzentration.
Einiges an Zeit ist bereits verstrichen und wir erreichen das Rifugio
erst mit der untergehenden Sonne. Die Schatten ziehen ins Tal, Wind
kommt auf und wir beeilen uns unser Zelt aufzustellen, bevor es noch
kaelter wird. Zufrieden und erschoepft gehts in die Nachtruhe am Fusse
des Naranjo de Bulnes. |
das Kletterprojekt vor Augen
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Gämse 1: "Siehst du was ich seh?", Gämse 2 "Meinste den Trottel da unten?"
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hinab gehts zum Nachtlager
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Nach einer windigen Nacht begruessen uns die Picos am naechsten Morgen mit feinstem Sonnenschein. Wir packen unser Zeug zusammen, ein letzter Blick zum Pico Uriellu, und dann wandern wir steil hinab, vorbei am Oertchen Bulnes de Abajo, zurueck zur Cares-Schlucht und beenden unsere 3-Tages-Wandertour. Beeindruckt von der spektakulaeren alpinen Landschaft der Picos, machen wir uns am naechsten Tag auf Richtung Norden. Auf dem Weg packen wir nochmal das Seil aus fuer ein paar Sportkletterrouten und dann gehts an die Nordkueste Spaniens, ans Meer.
der Golf von Biskaya
Wir lassen uns nieder am Playa de Arenal de Moris fuer eine erste Einweissung in die Kunst des Wellenreitens. Zwischendurch geniessen wir das Beachlife oder erkunden die Kuestenlandschaft Asturiens.
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eine Stabheuschrecke im Sand
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First Tries to get up
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was mach'n die denn da?
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erste Erfolge: 3 Sekunden Stehen
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Das Surfleben gefaellt uns. Rauspaddeln, Wellen ausspaehen und versuchen aufs Brett zu kommen, so vertreiben wir uns die Zeit. Doch es ist auch ganz schoen anstrengend und die Wellen spielen auch nicht immer so mit wie wir das gern haetten. So muessen wir zwischendurch auch immer mal wieder auf altbekannte Beschaeftigungen zurueckgreifen. Und so erkunden wir die Landschaften Asturiens zu Fuss, am Seil, auf dem Bike oder beim Canyoning.
Zwischendrin haben wir dann nochmal den Strand gewechselt und es uns am Playa de Vega gemuetlich gemacht, wo sich ein neuer Surflehrer an uns die Zaehne ausbeissen darf. Doch es laeuft ganz gut, so dass wir schon bald selbststaendig ueben koennen.
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Miss B visiert an...
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...und ab gehts.
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| unser Surf-Shavasana |
Und
so gehen unsere letzten Urlaubstage dahin. Auch Asturien beendet seine
Urlaubssaison. Die Zeltplaetzte schliessen und auf uns wartet die
Zugfahrt in die Heimat. Wir geben unseren Krusty wieder in Oviedo ab und
begeben uns direkt zum Zug nach Leon und von dort aus geht es zurueck
nach Barcelona. Dort geniessen wir eine leckere vegane Pizza, bevor wir
wieder vor dem verschlossenen Bahnhof stehen und die Nacht schliesslich
auf einer Parkbank mit sehr wenig Schlaf verbringen. Der naechste Tag sollte eigentlich kein Problem werden. Die Strecke ist kurz und wir starten sehr zeitig. Unser Ziel ist es den Nachtzug von Montauban nach Paris zu bekommen. Auf dem Papier alles gut machbar, doch in der Realitaet soll dies die schlimmste Zugfahrt dieses Urlaubs werden. Erst faehrt unser Zug nach Portbou nicht, wegen Gleisarbeiten. Der Ersatzzug bummelt sich so durch Spanien und nimmt jede kleine Haltestelle mit. In Figueres angekommen, kriegen wir endlich den Zug den wir anfaenglich wollten und schaffen es so bis auf die franzoesische Seite nach Cerbere. Dort sitzen wir erstmal fest. Die Bahnarbeiter in Frankreich streicken. Wir muessen auf den Ersatzbus warten, doch als dieser kommt, wird schnell klar, da passen nicht alle rein. Auch wir werden aus Sicherheitsgruenden von unseren Stehplaetzen wieder nach draussen geschickt. Es heisst weiter warten. Der naechste Bus hat Platz fuer uns, allerdings wird es knapp mit unserem Anschlusszug von Perpignan nach Narbonne. Eine minimale Chance bleibt und der Busfahrer macht uns Hoffnung, dass wir es schaffen. Erste Zweifel kommen allerdings auf, als er zweimal durch einen Kreisverkehr faehrt. Gewissheit tritt ein als wir vor einer Unterfuehrung stehen bleiben fuer die der Bus zu hoch ist. Im Rueckwaertsgang auf der Gegenfahrbahn gehts dann zurueck zur letzten Kreuzung. Mit dem naechsten Umweg,den der Bus macht, wird uns klar, wir werden unseren Zug verpassen. Wenigstens erreichen wir Perpignan ueberhaupt und springen direkt in ein Taxi nach Narbonne. Der Preis dafuer schmerzt natuerlich wenn man bereits ein gueltiges Zugticket in der Tasche hat, aber immerhin kriegen wir wieder unsere Anschluesse.
In Narbonne hab wir gerade noch so Zeit uns zu verpflegen und dann gehts auch schon auf nach Montauban wo wir in unseren letzen Zug des Tages einsteigen, den Nachtzug nach Paris. Wir habens geschafft, wie auch immer. Wir quetschen uns in die winzige Kabine. 3 Betten uebernandere auf jeder Seite, kaum Platz fuer Gepaeck. Egal. Wir haben die Betten ganz oben, stopfen all unser zeug hoch und sind eh so fertig, dass wir trotz der Enge, unmittelbar einschlafen und erst am Morgen in Paris wieder erwachen. Der Rest der Reise laeuft dann problemlos ab und ueber Paris und Frankfurt kommen wir wieder in Dresden an, nach fast zwei Monaten.Und so geht eine sehr schoene Reise zu Ende. Wir sind begeistert von den Gebirgs-und Kuestenlandschaften die wir erkunden und vom Wildlife das wir beobachten konnten. Wir haben unsere Zeit sehr genossen und waeren auch gern noch etwas weitergereist. Bei den oeffentlichen Verkehrsmitteln darf sich aber gern bis zum naechsten Mal einiges aendern.
Wir sagen Danke. Danke an alle denen wir begegnet sind, danke Natur, danke Sesamkekse, danke Orangensorbeet und danke vegane Frankfurter Wuerstchen.
Und natuerlich danke an euch, bis bald! Wir sehen uns bei neuen Abenteuern im naechsten Jahr.
Tschau sagen Miss B & Monk
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