Freitag, 20. Juni 2025

Wind, Wasser, Wahnsinn

 ...und schon ist er da der Brettwechsel! und auch das Element wird ausgetauscht. Naja so halb, von gefrorenem Wasser gehts auf flüssiges Wasser und Wind kommt auch noch dazu. Es geht nach Pruchten zu unserem Lieblingskitelehrer und zu Besuch bei Tao, unserem LieblingsCollie! Eine Woche hartes Training am Kite, Salzwasser in der Visage und windige Manöver standen uns bevor.

trällernder Schilffrohrsänger

Der Wind lässt uns nicht im Stich und wir können einige Fortschritte verbuchen. Es wird ordentlich hin- & hergecruist, Höhe gelaufen und erste Wenden erfolgreich probiert. Ab und zu gibts mal nen Faceplant und wenn der Wind doch mal nicht will, kommt Tao ins Spiel für ne kleine Hunderunde.

hier der Beweiß - bekitetes Leiden ;-)

Es lief gerade richtig rund beim Kiten und wir hätten am liebsten noch ewig weiter gemacht, doch die Urlaubswoche war leider rum. Es ging wieder nach Hause, doch das positive Gefühl begleitet uns noch eine Weile. Vielleicht klappt es ja dieses Jahr nochmal für eine zweite Runde.

Als nächstes steht aber ertmal Projekt 4000 in den Startlöchern. Mal sehen ob das funktioniert. Ich werde hier berichten.

Bis dahin euer Monk & MissB

Donnerstag, 19. Juni 2025

die Bretter, die die Welt bedeuten

Gleich dreimal konnte ich diese Wintersaison wegfahren und das Board unter den Füßen anschnallen. Bereits im Januar lädt Toto zu einer Woche Keilberg ein, zum Pistencruisen, rumjumpen und gemeinsam abhängen. Und so hausen wir in wechselnder Besetzung in unserer tschechischen Hütte und machen Tags über das Skigebiet unsicher. Abends wird dann lecker gekocht, geschnackt und gezockt. So hätte es ruhig noch ne Weile weiter gehen können, doch nach einer Woche wars dann leider erstmal vorbei und wir düsen zurück nach Hause.

Der nächste Winterurlaub steht für mich jedoch schon vor der Tür ohne das ich davon weiss. Im Februar bekomme ich eine Nachricht, ob ich spontan mit in die Hohen Tauern zum Touren gehen kommen will. Mein Terminkalender gibt grünes Licht und so gehts für mich schon wenige Tage später los Richtung Alpen um die ersten großen Gipfel der Saison abzuholen.

Hohe Tauern Touren 

im Rauristal 

Zusammen mit Grundi & Co gehts nach Kolm Saigurn ins Rauristal. Wunschziel ist der Hocharn, doch der Wind hat in höheren Lagen ganze Arbeit geleistet und viel Schnee abtransportiert. Was bleibt ist so steinig, dass wir uns mit etwas niederigeren Gipfel arrangieren und dazwischen bleibt sogar noch etwas Zeit den Eiskletterturm auszuprobieren.
Und so besteigen wir in den zwei Tagen die Kolmkarspitze und den Silberpfennig, machen die ersten Abfahrten und die bunt zusammengewürfelte Crew lernt sich erstmal kennen bevor wir nochmal umsatteln zur Essener-Rostocker Hütte und anspruchsvolleren Projekten.

Auf der Essener-Rostocker Hütte 

Nach kurzer Abfahrt und kurzer Autofahrt, steigen wir wieder auf und erreichen die Hütte, wo uns ein sehr nettes Team in Empfang nimmt. Beim Abendessen werden dann direkt Pläne für die nächsten Tage geschmiedet.

Am ersten Tag gehts hinauf zum Großen Geiger (3360m). Angeseilt, schieben wir uns wie eine Perlenkette aufgereiht über den Gletscher und am Gipfel kommen dann noch Pickel und Steigeisen zum Einsatz. Und dann stehen wir auf dem ersten Dreitausender der Saison, was für ein Highlight.

Grundi und ich wagen die Abfahrt direkt vom Gipfel und dann gehts rasant ab hinunter zur Hütte 

Der zweite Tag, das zweite Projekt. Wir machen uns auf den Weg zur Mittleren Malhamspitze (3364m). Von der Hütte gehts um das Rostocker Eck herum und hinauf zu dem langen Malham-Gletscher. Danach überwinden wir noch eine Wächte, bevor uns der Grat zu unserem nächsten Gipfel führt. Yes, noch mal Gipfelglück!
Danach gehts mit ordentlich Geschwindigkeit über den Gletscher zurück. Grundi und ich steigen nochmal auf zum Rostocker Eck und suchen uns einen Weg durchs Steinlabyrinth zurück zur Hütte.

Der letzte Tag bricht an. Unsere letzte Tour in diesem Urlaub steht bevor! Und es wird ein weiteres Highlight. Über das Reggentörl hinauf zur Westlichen Simonyspitze (3481m). Nicht mehr ganz so frisch wie am ersten Tag kämpf ich mich nach oben, bevor mir die Puste ausgeht und bin schließlich on Top auf meinem nächsten 3000er. :-)

 

Am Ende war sogar noch die Energie da für ne kleine Abschlußkickersession, bei der Grundi einfach mal so seinen ersten Backflip landet! Damit und mit über 10000 glaufenen Höhenmetern für mich, fahren wir tags darauf, zufrieden und platt, zurück in die Heimat.

Danke liebes Hüttenteam, danke Tourencrew, danke Hohe Tauern!

Sellrain & Westfalenhaus 

Ein Urlaub folgt ja noch. Nummer Drei. Von langer Hand geplant und von kurzer Hand verschoben, gings im März nochmal los zusammen mit good old Honk in die Stubaier Alpen, genauer gesagt ins Sellrain. Die ersten Tage begrüßen uns jedoch mit einer tief in den Bergen hängenden Wolkendecke. Also besuchen wir erstmal die Potsdamer Hütte, unsere Hütte vom letzten Jahr, um eine leckere Zirbenlimo zu schlürfen!

Auch am zweiten Tag ist keine Sicht und an eine Skitour nicht zu denken. Wir rufen bei Westfalenhaus an und fragen ob wir einen Tag eher als gebucht einziehen können. Es sind noch zwei Plätze frei und so nutzen wir den Tag für den Aufstieg zum Westfalenhaus!

Wir ziehen für drei Tage ins Westfalenhaus. Das Junge Hüttenteam ist wieder sehr nett, versorgt mich mit veganem Futter und auch der Hüttenhund schaut ab und zu mal vorbei. Obendrein ist bestes Wetter angesagt für die nächste Zeit. Es geht also in die Vollen. Wir starten an Tag eins mit dem Winnebacher Weißkogel. Hinter der Hütte gehts über weite Felder hoch zum Winnebachjoch und dann wirds nochmal steil zum Gipfel. Next 3000er!

An Tag zwei gab's dann einen harten Kampf am Hohen Seeblaskogel. Die sonnige Rinne treibt uns den Schweiß auf die Stirn und mir Stollen auf die Felle. Aber wir halten durch und langsam aber stetig, erklimmen wir auch diesen Dreitausender!

Wir genießen unseren letzten Abend auf der Hütte. Am nächsten Tag gehts zurück ins Tal, aber natürlich nicht ohne vorher noch einen Berg zu besteigen! Und so finden wir uns auf dem Längentaler Weißer Kogel wieder und cruisen über die breiten Hänge zurück zur Hütte, für eine kleine Pause, bevor es ganz hinab geht ins Tal.

Ab hier heißt es wieder im Auto schlafen und selber Kochen. Der Ernst des Lebens holt uns ein. Eine letzte Tour ist allerdings noch drin, ehe das Wetter wieder schlechter wird. Und so holen wir uns einen letzen Gipfel ab, den Zischgeles bevor wir mit einem Zwischenstop im Isartal wieder nach Hause geht.

Und so kommt eine überaus schöne und erfolgreiche Skitourensaison zu ihrem Ende. 10 erreichte Gipfel, davon 7 Dreitausender. Well Done Monk! Danke an alle die mich begleitet, unterstützt und supported haben. See you out there!

...so und jetzt wirds Zeit für nen Brettwechsel...