Dienstag, 1. März 2022

where i find peace

Gehts euch auch manchmal wie mir? Beim Blick auf die Welt, frag ich mich, wo das alles hinführen soll! Überall scheint nur Hass, Gier, Neid, Missgunst und Intolerranz zu gedeihen. Viele Menschen glauben die Lösung parat zu haben, machen aber gefühlt alles noch schlimmer mit ihren radikalen Überzeugungen und ihrer Unfähigkeit andere Meinungen zu akzeptieren. Täter sehen sich nur noch als Opfer. Alles scheint verdreht zu sein. Alles wird immer hinterfragt, außer sich selbst und das, was man selbst gern glauben möchte. Realität fehlanzeige. Ganz vorn steht nur noch der eigene Vorteil. 

Zum Glück gibt es noch Dinge die echt sind. Dinge die nichts von dir wollen, denen du nichts beweisen musst. Dinge die dir nicht versuchen zu gefallen und denen du nicht versuchen mußt zu gefallen. Einem Berg ist es egal wer du bist und was du glaubst zu sein. Er behandelt alle gleich und hat seine eigenen Regeln. Jede Entscheidung am Berg hat ihre Konsequenzen, im Guten wie im Schlechten. Für mich stehen Berge wie kaum etwas anderes für Wahrheit & sie machen mir immer wieder klar welche Werte ich vertreten möchte.

 Sandstein 2021 

keep your Mind open - Pechofenspitze

stay in Balance - Hickelkopf

respect other Lifeforms - Bilch

find your Way through the Fog - Goldstein

don't fear change & stay positive

Aber es gibt noch andere tolle Dinge im Leben. Freunde (egal ob Mensch oder Tier), Natur & Schnee natürlich. Wenn sich das noch alles kombinieren lässt! Mehr kann man eigentlich nicht wollen! In diesem Sinne haben wir auch alles bekommen auf unserem Trip nach Obernberg. Sehr lange, über 10Jahre, war es her seit einer meiner ersten Touren in diesem wunderschönen, ruhigen Tal. Und nun sollten wir also zurückkehren mit einer kleinen aber großartigen Crew. 

Return to Obernberg 2022 

"die schönste & schrecklichste Tour ever" MissB - Rötenspitze
 
MUTE-Knopf gedrückt am Muttenkopf

Und es ging auch gleich munter los. Am ersten Tag brachen MissB und meine Wenigkeit auf zur Rötenspitze. MissB's erste Skitour überhaupt und im Aufstieg zeigt sie mir direkt wo der Hammer hängt! Nach dem Gipfel kämpft sie sich wieder wacker gen Tal, obwohl die Abfahrt noch etwas zu schwer für sie ist. Schlechte Wahl von mir als Guide! Aber wir kommen gesund wieder unten an und Miss B hat sich eine Pause redlichst verdient.

Tags darauf ziehen Honk & Monk, das alte Gespann wieder los. Durch den frühen Start der Tour sind wir sehr lange allein unterwegs. Erst sehr weit oben, den Muttenkopf, unser Ziel, schon im Blick, tauchen andere Tourengeher auf. Nach dem Gipfelerfolg gehts abwärts und wir finden eine richtig schöne Line mit sehr guten Bedingungen. Noch kurz ein Zwischenstop, Ruhe geniessen an der Hütte und dann geht auch dieser Tourentag zu Ende.

...cruisin cruisin cruisin cruisin...

at 6 O'clock it's up with the dog

15 Jahr, schwarzes Fell, so stand sie vor mir
 
Am Tag Drei gabs erstmal Wolken und frischen Schnee. Zeit für ne kleine Pause vom Tourengehen. Dafür wurden Schlitten und Kinderwagen fleißig den Berg raufgezogen bis zur Naviser Hütte, um dann, nach gepflegtem Mahl, im Schneckentempo durch den Neuschnee wieder runterzurodeln. Und dann war da ja noch unser Geburtstagshund. Jawohl unsere Nöli ist 15 Jahre alt geworden und erfreut uns immernoch jeden Tag. Danke meine Kleine, du bist die beste (Hunde)Gefährtin die man sich wünschen kann. Party on!
 
Aber dann wollten wir den frisch gefallenen Schnee natürlich auch nutzen, deswegen gings auf Richtung Sattelberg oder auch Monte Sella. Eine sehr schöne Einsteigertour und trotz heftigem Wind am Gipfel, kam MissB diesmal voll auf ihre Kosten und konnte die Abfahrt dieses mal geniessen.
 
Pillows am Sattelberg
im dichten Fichten Dickicht...
Blick zum Wolfendorn

der Schnee ist nicht weißer auf der andern Seite des Zauns!
 
Zu Guter letzt gabs noch nen Mädelsausflug zur Allerleigrubenspitze und die Jungs schlossen die Woche mit einer sehr windigen Tour zum Hohen Lorenzen ab. Dann hieß es schon "Auf Wiedersehen" sagen zur wunderbaren Ruhe und der herrlich sauberen Bergluft in diesem sehr schönen Tal. Wir kommen sicher wieder, den mein Projekt, der Obernberger Tribulaun, war wegen zu hohem Lawinenrisiko nicht möglich.
 
Honk & der Hohe Lorenzen

die letzten Meter bei stürmischem Wind

Bis zum nächsten mal!
sagen Monk und Gefährten

Dienstag, 24. August 2021

Suomi - Vertical Moves in a flat Land


 Heidiho Freunde...

und willkommen zurueck. Zurueck sind auch wir gerade gekommen, aus dem wunderschoenen Urlaubsland Finnland. 3Wochen haben wir dort entspannt die Zeit verbracht, die Seele baumeln lassen und so einiges erkundet.

Wenn ihr euch jetzt fragt wieso es uns ausgerechnet nach Finnland gezogen hat,obwohl doch sonst eher Gebirgsregionen unsere Wahl waren, dann seit versichert, dass auch ich erst skeptisch war. Aber mit dem zunnehmenden Alter unserer kleinen Noeli, mussten wir ein Urlaubsziel finden, ohne zu hohe Sommertemperaturen. Lange Wanderungen mit steilen Anstiegen wollten wir ebenfalls vermeiden. Und Klettermoeglichkeiten hat Finnland trotz seiner Flachheit reichlich zu bieten. Also auf in den Norden ins Fineland...

...doch seht selbst.

Die Anfahrt war dieses mal etwas speziell, statt endlosem Autofahren, standen 30 Std. Faehrfahrt auf dem Programm. Also reichlich Zeit zum schlafen und lesen fuer mich und Noeli. Oder man macht es wie MissB und nutzt das Wellnessangebot an Deck. Fitness, Sauna und Whirlpool vertreiben die Zeit.

You say Captain? I say What?

Aber dann endlich Ankunft in Helsinki, welches uns direkt mit sommerlicher Hitze ueberrascht. Ein kurzer Bummel durch die Innenstadt und dann verkruemmeln wir uns direkt in die Waelder und von denen gibt es reichlich hier im Norden.

Nuuksio Nationalpark

Und so bauen wir das ertse mal unser Zelt auf, direkt am Iso Holma, umringt von Moorlanschaft. Um uns herum waechst so einiges. Rauschbeeren, Sumpfporst, Sonnentau, Moosbeeren und und und. Doch am meisten freuen wir uns ueber die fuer mich noch unbekannte Moltebeere. Ein kleines kulinarisches Highlight.

das Ding aus dem Moor - die Moltebeere
 

Wir drehen eine kleine Wanderrunde und klettern unsere ersten Routen. Doch bei 30 Grad ist es doch etwas zu heiss in der suedseitigen Felswand, so dass wir entscheiden in Richtung Meer weiterzufahren.

Västerby, Tvärminne und Hanko

Es geht an und entlang der Suedkueste Finnlands. Wir suchen Abkuehlung in der Ostsee und packen die Bouldermatte hin und wieder aus um doch etwas Bergfeeling zu bekommen. Mit Noeli erkunden wir die Kuestenlandschaft auf kleinen Hundrunden und uebernachten frei am Strand bei Tvaerminne.

MissB bouldert Hakuna Matata 6a in Västerby...
...doch Nöli interressiert das nicht die Bohne.
the other Side of the Ostsee
Proteste gegen die unerwünschten Übernachtungsgäste
Gänsesäger auf der Jagd

Schmetterlinge auf der Jagd

Monk auf der Jagd nach Bouldern in Hanko

Nach einem kurzen Abstecher gen Norden zu zwei Klettergebieten ohne viel Erfolg,wegen Flechten, Moos und erstem Regen, geht es weiter nach Turku, der ehemaligen Hauptstadt Finnlands. Hier am suedwestlichsten Zipfel versuchen wir erneut unser Glueck beim Seilklettern. Vom gut gefuellten Campingplatz in Naantali befindet sich unser favorisierter Kletterspot sogar in laufreichweite. Und dieses mal haben wir Erfolg und klettern einige Routen direkt ueberm Meer.

 Salo, Turku und Naantali

F*** Climbing, Love Beeren sammeln

Deep Water Not Soloing

Frisch geduscht und gut genaehrt durch eine leckere Bowl in der Kneipe in Turku, ueberkommt uns wieder das Verlangen die Zivilisation zu verlassen. Es wird Zeit fuer einen Ausflug in die Waelder. Wir machen 2Tage lang eine Tour durch den Kurjenrahka Nationalpark mit einer erneut wunderbaren Lanschaft aus Seen & Mooren. Danach besichtigen wir die Altstadt von Rauma, bevor wir auf der Suche nach einem Nachtlager am StrandResort von Pori enden. Der Strand mit seinen Duenen gefaellt uns sehr, aber das Resort ist doch eher nicht so unser Ding. Und nach einem 10 Euro Aperol Spritz fuer jeden, fluechten wir zum Bouldern nach Noormarkku und Takalankulma, aber nicht ohne uns vorher in der Innenstadt von Pori ein paar Speisen zu goennen.

Kurjenrahka Nationalpark, Rauma & Pori

We Want Moor!

ein Singschwan hat keinen Geierhals

Walking on the Beaches...

...Looking at the Doggies.


Kampfkoloss! spliting the Stone

Wir waren grad so richtig drin, knipsten einen Boulder nach dem anderen ab. Nicht konnte uns aufhalten und dann ... fing es tatsaechlich an mit regnen, nach wochenlanger Trockenheit. Schlecht fuers climben aber gut fuer die Pflanzen, den die hatten dringendst Bedarf an Wasser.

Und so wurdes wiedermal Zeit fuer uns to hit the Road.

...why is it always raining on me...

...and when the Rain beginns to fall... 
 Es ging weiter immer Richtung Osten und von nun an sollte uns der Regen oefter begleiten. So auch im Helvetinkolu Nationalpark, der "Hoellenpforte". Durchgeweicht warten wir in einem Holzlager auf eine Regenluecke um unser Zelt aufzubauen. Und auf dem See Iso Ruokejaervi, kreischen froehlich unsere neuen Lieblingvoegel vor sich hin, die Sterntaucher.

Auch auf dem Weg zum Auto gabs wieder einen Wolkenbruch und so entschieden wir etwas weiter zu fahren und so dem Regen ein Schnippchen zu schlagen. Und so erreichen wir in den Abendstunden den Repovesi Nationalpark mit dem Ziel Tradclimbing in Olhava, einem der aeltesten Klettergebiete Finnlands. Hier klettern wir tolle Routen und haengen mit Locals abends zusammen am Lagerfeuer ab. Als kleines Highlight fuer mich gabs noch eine Bootsfahrt zur Klettertour Salama 5+. 

Helvetinkolu und Repovesi

Sieht gar nicht so nach Höllenpforte aus!

First Pitch

Second Pitch

!Vorsicht Kreuzotter!



Ihr wundert euch bisher sicher. Wo sind die Baeren, Elche, Rentiere und all die anderen plueschigen Zeitgenossen? So gings uns auch. Doch wie uns unsere Kletterbuddies versicherten ist es nicht ungwoehnlich das man die nicht zu Gesicht bekommt. Obwohl wir sie gern gesehen haetten, schliessen wir daraus, dass es noch genuegent  natuerliche Rueckzugsmoeglichkeiten und freie Raeume fuer die Tiere gibt. Und das stimmt uns doch recht zufrieden. Einen letzten Versuch wollen wir dennoch wagen. Im Nationalpark Linnansari in der finnischen Seenplatte soll es noch eine Population von seltenen Ringelrobben geben. Miss B schafft es, dass wir das letzte Boot zur Hauptinsel kriegen, wo wir noch 2 Tage campen bevor wir die Rueckreise antreten. Robben haben wir leider keine gesichtet aber vermutlich eine gehoert. Immerhin scheint es allen so zu gehen die dort unterwegs sind.

Linnansari - Ein Platz für Robben

Grus Grus


...sag mir wo die Robben sind, wo sind sie geblieben...



Danach gings Schlag auf Schlag. Noch eine letzte Nacht im Valkmusa Nationalpark mit leckeren ueberm Feuer gegrillten Koestlichkeiten, dann ab nach Helsinki auf die Faehre und wieder nach hause. Und so schnell sind 3 Wochen vorbei. Wir danken dir Finnland fuer die tolle Zeit und wunderschoene Natur. Fuer alle Erlebnise und alle Bekanntschaften. Fuer Kahu Summer Ale und Oatly Vanillesauce.

Bis Bald und Danke sagen...

...Miss B, Noeli und Monk!

Dienstag, 30. März 2021

Ready to Shred!

Wir waren so was von bereit fuer die Schneesaison, konntens kaum erwarten die Bretter rauszuholen und die Haenge unsicher zu machen. Also Schneebrille auf und los gings!....

Allerdings erstmal nur in der Heimat, denn Wegfahren ging natuerlich vorerst nicht aus pandemischen Gruenden. Gut das wir immerhin ein ganz schoenes Mittelgebirge vor der Nase haben. Nur das mit der Schneesicherheit konnte sich noch als Problem erweissen. Aber zum Glueck zeigte sich Mutter Natur diese Saison von ihrer wohlgesonnenen Seite und lieferte uns reichlich high quality Pulverschnee direkt vor die Haustuer.

Shredding the Erzgebirge

Thats what we want
Da liessen wir uns nicht 2mal bitten. Also immerschoen raufgestapft und abgefahren bis die Fuesse anfangen zu gluehen!
Hike to Ride
Dogline

Was gibt es schoeneres als mit seinen Buddies in der Heimat fahren zu gehen? Ich weiss es nicht. Eine kleine Auszeit bescherten uns  dann allerdings doch die warmen Temperaturen, bevor Frau Holle im Maerz noch mal richtig loslegte und uns  ein einsA Wintersaisonende bescherte. Ich selbst kam sogar noch zu dem Vergnuegen ein paar Touren in den Alpen zu gehen.



Nicht ganz MountainSolitaire
in den Ammergauer Alpen

die letzen Meter - Ammergauer Kreuzspitze
Gänsesäger
On Top of the Scheinbergspitze

Das wunderbare Wetter und die tollen Schneebedingungen zogen dann aber doch so viele Menschen an, so dass ich beschloss die Wintersaison zu beenden.
Also Ciao Winter, Danke fuer jeden Run, wir sehen uns Ende des Jahres wieder!